Das CJD - Die Chancengeber CJD Internat Braunschweig

Unser neues Zuhause ... im Quartier

Ein neues Zuhause für 100 junge Menschen - Wohnbereich des CJD Braunschweig im Quartier St. Leonhard eingeweiht.

Mit dem Wohnbereich des CJD Braunschweig ist das erste Haus eingeweiht worden und bietet nun mehr als 100 Schülerinnen und Schülern unterschiedlichster Herkunft Platz. Der Neubau ersetzt das alte Internatsgebäude auf dem Campus an der Georg-Westermann-Allee. „Ich bin mir sicher, dass unser Ziel, den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen in einem höchst professionellen Umfeld ein angenehmes, ihren Bedürfnissen entsprechendes, herzliches und familienähnliches Zuhause zu geben, voll erreicht worden ist“, sagte Dirk Gähle für die Gesamtleitung des CJD in Braunschweig während der Einweihungsfeier.

Ein Gebäude mit viel Atmosphäre

„Neben der Schule ist dieser Wohnbereich die wohl wichtigste Station, die unsere Kinder und Jugendliche in ihrem noch jungen Leben durchlaufen“, meinte er weiter. Deswegen freue er sich, dass das Gebäude wesentlich mehr als nur funktionsgerecht sei. Es habe bereits Atmosphäre, und er sei sich sicher, dass alle ihre neuen Räumlichkeiten sehr zu schätzen wüssten.

 „Unser größter Reichtum im Quartier St. Leonhard sind die Kinder und Jugendlichen, die hier Ihr neues Zuhause finden. Kinder, die an diesem Ort mit ihren Bezugsbetreuern lernen, ein selbständiges Leben zu führen. Sie sollen sich in Ihrer Wohngruppe wohlfühlen, sich wie zuhause fühlen, hier ankommen in dieser für viele fremden Stadt. Wir alle, die wir in diesem Quartier arbeiten, wollen ihnen dabei helfen“, sagte Erika Borek für die Richard Borek Stiftung, die das Quartier St. Leonhard gemeinsam mit der Borek Immobilien GmbH ermöglicht.

Wohngruppen für verschiedene Hilfebedarfe

Das neue Haus beherbergt 14 Wohngruppen, darunter zwei mit jeweils zwölf Plätzen für internationale Schülerinnen und Schüler. Die weiteren Wohngruppen mit je sieben Plätzen sind besonderen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen zugeordnet. Alle Wohngruppen sind mit eigenen Küchen, eigenen Essbereichen, Gruppenräume und sanitäre Anlagen. Die Räume sind hell und freundlich gestaltet, die Ausstattung ist funktional und modern. Die besonderen Bedarfe der Jugendlichen sind umfassend bedacht worden. Sie leben überwiegend in Einzelzimmern.

Im Rahmen der Einweihungsfeier stellten Mirjam Schmidt, Ann-Marie Baucke und Bianca Wassermann die Wohngruppen vor:

Wohngruppe Perspektive I und II:

Für Mädchen und junge Frauen von 14 Jahren an mit einer Essstörung, die Alternativen entwickeln und Fähigkeiten erlernen wollen, um auf die Essstörung verzichten zu können. Ein erfahrenes Team aus Pädagogen, Psychologen und Ernährungsfachkräften unterstützt sie aktiv bei der Bewältigung der Essstörung und den begleitenden Problemen.

Wohngruppe Vital:

Für jugendliche mit Adipositas und Jugendhilfebedarf. Diese Wohngruppe hilft jungen Menschen beim Erlernen eines gesunden Ess- und Bewegungsverhaltens. Das multidisziplinäre Team aus Pädagogen, Psychologen und Ernährungsfachkräften wird ergänzt durch eine Sportfachkraft. Die Jugendlichen sollen fitter, aktiver und gesünder werden.

Wohngruppe Kolibri:

Aufgenommen werden Kinder (9 bis 13 Jahren) mit schulischen, familiären oder sozialen Schwierigkeiten. Die Pädagogen und Psychologen unterstützen bei individuellen Themen wie Einstellung zum Lernen oder soziale und persönliche Kompetenzen genauso wie bei Hochbegabung, AD(H)S oder sozialem Rückzug.

Wohngruppe Nuts:

Die Wohngruppe ist für Jungen von 12 Jahren angedacht, die sich neu orientieren wollen, weil familiäre und/oder schulische Probleme dies erforderlich machen. Gemeinsame Ziele sind z.B. die Festigung emotionaler und sozialer Kompetenzen und ein regelmäßiger Schulbesuch.

Integrierte Jugendhilfe:

Die Wohngruppe ist für Kinder und Jugendliche der Jugendhilfe und deutsche sowie internatıonale Schüler im Alter von 13 bis 21 Jahren gedacht.

Verselbstständigungsgruppe:

Diese Gruppe ist eine stationäre Jugendhilfemaßnahme für Jugendliche vom 16. Lebensjahr an. Die jungen Erwachsenen werden durch die Stärkung ihrer eigenen Ressourcen und Ziele dazu befähigt, einen möglichst eigenständigen Lebensalltag zu entwickeln. Sie werden in Alltags- wie Krisensituationen begleitet.

Hören Sie dazu die Radioreportage von Radio Okerwelle mit interessanten Interviews hier.